Delay – Deny – Defend: Die geheime Betrugsmasche der Versicherungsgesellschaften

Mittlerweile auch Standard im Bereich der gesetzl. Sozialversicherung!

Diese Seite dokumentiert eine Vorgehensweise, die in der internationalen Fachliteratur als 3-D-Methodik der Versicherungswirtschaft beschrieben wird:
Delay – Deny – Defend – also Verzögern, Ablehnen, Verteidigen.

Was ursprünglich im Bereich privater Versicherungen entwickelt wurde, ist heute in funktional identischer Weise auch in der gesetzlichen Sozialversicherung zu beobachten.
Dort ist ein solches Verhalten nicht nur inakzeptabel, sondern demokratiegefährdend.

Diese Methodik wurde in meinem eigenen Fall wiederholt angewendet.
Deshalb dokumentiere ich sie.


Was die 3-D-Methodik bedeutet

1. Delay – Verzögern
Bearbeitungen werden systematisch in die Länge gezogen.
Unterlagen werden mehrfach angefordert, Entscheidungen hinausgeschoben, Fristen ausgereizt.
Für die Betroffenen bedeutet das Unsicherheit, psychischen Druck und existenzielle Belastung.

2. Deny – Ablehnen
Nach der Verzögerung folgt die Ablehnung – formal korrekt, inhaltlich oft fragwürdig oder offensichtlich rechtswidrig.
Viele Betroffene akzeptieren diese erste Ablehnung aus Erschöpfung, Unwissen oder Angst vor weiteren Konflikten.

3. Defend – Verteidigen
Wer sich wehrt, trifft auf eine hochgerüstete Verteidigungsstruktur:
juristisch, organisatorisch und finanziell überlegen.
Das Verfahren wird komplex, langwierig und zermürbend.


Herkunft der 3-D-Methodik: Wissenschaft und Beratung

Der Begriff „Delay, Deny, Defend“ wurde durch das gleichnamige Buch des US-Rechtswissenschaftlers Jay M. Feinman bekannt.
Er beschreibt darin, wie große US-Versicherer seit den 1990er-Jahren ihre Schadensbearbeitung systematisch umstellten:
weg von Kulanz – hin zur strategischen Minimierung von Leistungszahlungen.

Eine zentrale Rolle spielte dabei die Beratung durch internationale Unternehmensberatungen, insbesondere McKinsey & Company.

Aus den USA öffentlich gewordene McKinsey-Dokumente belegen, dass für große Versicherer Modelle entwickelt wurden, in denen:

  • Schadensabteilungen als Profitcenter geführt werden
  • Auszahlungen gezielt reduziert werden
  • Verzögerungen strategisch eingesetzt werden
  • berechtigte Ansprüche konsequent abgewehrt werden

Das ist Lobbyismus pur:
Privatwirtschaftliche Interessen, übersetzt in Managementlogiken, die systematisch gegen Versicherte wirken.


Warum diese Logik heute in der gesetzlichen Sozialversicherung sichtbar ist

Die gesetzliche Sozialversicherung verfolgt offiziell keine Gewinnziele.
Dennoch zeigen sich seit den 1990er-Jahren auffällige Parallelen zur 3-D-Methodik:

  • drastische Zunahme von Verzögerungen
  • systematische Erst-Ablehnungsquoten
  • rigide Verteidigung selbst fehlerhafter Bescheide
  • enge Verzahnung mit sozialmedizinischen Gutachterstrukturen
  • zunehmende Formalisierung und Entmenschlichung

Diese Entwicklung markiert einen klaren Verwaltungskulturbruch:
weg von der bürgerorientierten Sachbearbeitung früherer Jahrzehnte –
hin zu einer misstrauischen, restriktiven und häufig rechtswidrigen Entscheidungspraxis.


Von 3-D zu DESTROY

Zu den drei Ds kommt faktisch ein viertes hinzu:

DESTROY – Zerstören

  • Zerstörung von Menschenwürde
  • Zerstörung von Vertrauen in Staat und Politik
  • Zerstörung von bürgerlicher Existenzen
  • Zerstörung psychischer Stabilität

DESTROY ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines toxischen Gemischs, das auf meinen Webseiten bereits ausführlich dokumentiert ist:

LOBBYISMUS – BÜROKRATISMUS – KORRUPTION


Zusammenhang mit PTED

Die Posttraumatische Verbitterungsstörung (PTED) ist ein wissenschaftlich beschriebenes Krankheitsbild.
Typische Auslöser sind langandauernde, massiv als ungerecht erlebte Konflikte – häufig mit Behörden, Versicherungen oder Gerichten.

Sozialrechtliche Verfahren gelten als klassischer Risikofaktor:

  • wiederholte Ablehnungen trotz klarer Sachlage
  • entwürdigende Gutachten
  • jahrelange Verfahren
  • institutionelle Ohnmacht

Die Dunkelziffer ist mangels ICD-10 Schlüssel sehr hoch.
Die gesellschaftlichen Folgekosten werden bislang weitgehend ignoriert.


Politische Folgen: Demokratie unter Druck

Diese Praxis bleibt nicht ohne Folgen.

Der fortschreitende Vertrauensverlust in Staat und Institutionen wirkt direkt auf das politische Geschehen zurück.
Insbesondere in ostdeutschen Bundesländern ist dieser Prozess weit fortgeschritten.

Mit Blick auf die Landtagswahlen 2026 erscheint ein Wahlsieg der Alternative für Deutschland in mindestens zwei Bundesländern kaum noch vermeidbar.

Das hätte eine historische Dimension:
Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland würde eine rechtsradikale Partei Regierungsverantwortung übernehmen.

Die Ursache liegt nicht bei „den Wählern“.
Sie liegt in einem Staat, der Millionen Bürger über Jahrzehnte rechtlich, sozial und insbesondere menschlich im Stich gelassen hat.


FA, 29.12.2025