Was im Namen des Sozialrechts wirklich passiert
(Praxisfälle – mit Quellen)
Worum es hier geht
Diese Seite sammelt reale Beispiele aus dem deutschen Sozialrecht,
bei denen gesunder Menschenverstand und Recht auseinanderfallen.
Es geht nicht um Einzelfälle,
sondern um wiederkehrende Muster, die Bürger krank machen,
Gerichte beschäftigen und enorme volkswirtschaftliche Schäden verursachen.
Alle dargestellten Beispiele sind belegt und mit Quellen verlinkt.
Absurdität Nr. 1
GdB 100 – aber angeblich nicht dauerhaft erwerbsgemindert
Was ist passiert?
Ein schwerbehinderter Mensch mit GdB 100, schwerer Epilepsie seit Geburt und lebenslangen Einschränkungen musste bis zum Landessozialgericht klagen. Begründung der Leistungsablehnung:
Es sei nicht bewiesen, dass die Erwerbsminderung dauerhaft unter drei Stunden liege –
es könnte sich theoretisch bessern.
Warum ist das absurd?
Von einem Menschen mit lebenslanger schwerer Behinderung wird verlangt,
eine Nicht-Besserung für die Zukunft zu beweisen.
Das ist logisch unmöglich – und dennoch gängige Praxis.
Wer zahlt am Ende?
Der Betroffene (gesundheitlich),
die Gerichte,
die Kommunen –
also die Allgemeinheit.
Quelle:
– gegen-hartz.de – Urteilsübersicht / LSG Baden-Württemberg (Az. L 2 SO 1981/24)
Absurdität Nr. 2
Der „Pförtner an der Nebenpforte“, den es nicht gibt
Was ist passiert?
Bei der Prüfung der Erwerbsminderungsrente wird regelmäßig auf
rein theoretische Tätigkeiten verwiesen –
unabhängig davon, ob es diese Arbeitsplätze real gibt.
Grundlage ist § 43 SGB VI mit dem Halbsatz:
„Dabei ist die tatsächliche Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen.“
Warum ist das absurd?
Menschen verlieren existenzsichernde Leistungen,
weil sie auf fiktive Jobs verwiesen werden,
die sie weder finden noch ausüben können.
Wer zahlt am Ende?
Die Betroffenen durch Armut und Krankheit,
die Kommunen durch Grundsicherung,
die Gesellschaft durch Folgekosten.
Weiterlesen:
– § 43 SGB VI – Die gesetzliche Fiktion der Erwerbsfähigkeit
Absurdität Nr. 3
Vollbeweis für etwas, das niemand beweisen kann
Was ist passiert?
Im Sozialrecht gilt der Vollbeweis.
Gleichzeitig wird mit Hypothesen argumentiert („könnte ja besser werden“).
Warum ist das absurd?
Der Bürger muss beweisen,
dass eine theoretische Möglichkeit nicht eintritt.
Das ist beweislogisch unmöglich –
und führt systematisch zur Ablehnung von Ansprüchen.
Absurdität Nr. 4
Totalsanktionen für Arme – Prämien für Organisationsversagen
Was ist passiert?
Politisch wird gefordert, Bürgergeld vollständig zu streichen,
wenn Betroffene ihren Mitwirkungspflichten nicht nachkommen.
Gleichzeitig erhalten Vorstände großer Institutionen (z.B. AOK Bayern)
trotz massiven Organisationsversagens
hohe Gehälter und bis zu 30% (!) Erfolgsprämien.
Warum ist das absurd?
Unten wird sanktioniert,
oben wird Versagen belohnt –
ohne persönliche Verantwortung.
Wer zahlt am Ende?
Die Beitrags- und Steuerzahler.
Absurdität Nr. 5
PTED: Das verdrängte Milliardenproblem
Was ist passiert?
Menschen entwickeln nach langjährigen Behörden- und Gerichtsverfahren
eine posttraumatische Verbitterungsstörung (PTED).
Trotz enormer Folgekosten gibt es:
- keine sozialrechtliche Anerkennung (mangels spezifischer ICD-10 Code)
- keine strukturierte Versorgung
- kein wirksames Fallmanagement
Warum ist das absurd?
PTED wäre gut behandelbar, sogar vollständig heilbar –
aber nur, wenn Betroffene Gerechtigkeit erfahren und wieder Vertrauen entwickeln können.
Ein notwendiger Perspektivwechsel
Vernunft, Unvernunft – und Weisheit
PTED-betroffene Menschen gelten oft als „schwierig“, „unkooperativ“ oder werden als „Querulanten“ eingestuft.
In Wahrheit sind es meist Menschen,
die Vernunft und Unvernunft sehr klar unterscheiden können –
aber durch erlebtes Unrecht den Zugang zur Vernunft verloren haben.
Der zentrale Ansatz der Weisheitstherapie lautet sinngemäß:
Gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Viele PTED-Betroffene könnten diese Weisheit leben –
wenn der Staat ihnen nicht permanent das Gegenteil beweist.
Das ungenutzte Potenzial
PTED-betroffene Bürger sind kein Kostenfaktor,
sondern ein ungenutztes gesellschaftliches Potenzial:
- offiziell sind 2-4 Millionen Bundesbürger von PTED betroffen und fallen mangels Versorgung dem Staat zur Last.
- diese 2-4 Millionen könnten als Leistungsträger für die Volkswirtschaft und für die Demokratie zurückgeholt werden.
- Das ist ein Wertschöpfungspotenzial in einer Höhe, wo der Bundesfinanzminister nur davon träumen kann.
- Australien macht es vor, wie es geht (siehe Rubrik PTED)
Eine BRD, die dieses Potenzial ignoriert hat seinen Legitimität als Staat verloren.
Fazit
Diese Absurditäten sind kein Zufall.
Sie sind das Ergebnis eines Systems,
das Konflikte verwaltet statt Probleme zu lösen.
Klartext: Wenn Spitzenpolitiker und Mandatsträger in 2026 immer noch keine Ahnung von ISO 9001 (dem kleinen 1×1 moderner Betrieborganisation) haben, dann braucht man sich nicht wundern, wenn die BRD international immer mehr den Anschluss verliert.
FA, 16.01.2026