Die Gesundheitskasse die nicht weiß wofür sie das Geld ausgibt.

Der konkrete Vorfall
Im Sommer 2025 wurde einem Leiter Krankengeld der AOK Bayern die einfache Frage gestellt, ob ihm der Begriff PTED (Posttraumatische Verbitterungsstörung) bekannt sei.
Die Antwort: Nein.
Ein Hinweis, dass es sich um ein relevantes und kostenintensives Krankheitsbild handelt, änderte daran nichts.

Der leitende Angestellte kam dann auf die glorreiche Idee, ich könne doch die Direktion der AOK anschreiben um über PTED zu informieren.

Das ist das Organisations- und Qualitätverständnis der AOK anno 2025!

Warum dieser Vorfall hochrelevant ist
Der Leiter Krankengeld ist kein Randakteur. Er trägt Verantwortung für:

  • Krankengeldzahlungen in Millionenhöhe
  • Steuerung von Versicherungsfällen
  • Vermeidung von Chronifizierung
  • Wirtschaftlichkeit und Prävention

PTED ist kein exotisches Randphänomen. Es handelt sich um einen kostenintensiven Krankheitskomplex mit:

  • langen Krankheitsdauern,
  • hoher Rückfallquote,
  • erheblichem Chronifizierungsrisiko.

Dass diese Erkrankung auf Leitungsebene unbekannt ist, bedeutet:
👉 Es wird bezahlt, was nicht verstanden wird.

QM-Analyse: Totalausfall
Aus Sicht eines funktionierenden Qualitätsmanagements (z. B. ISO-9001) ist diese Reaktion ein Offenbarungseid:

  • Kein Problembewusstsein
  • Keine interne Eskalation
  • Kein kontinuierliches Verbesserungsmanagement (KVP)
  • Keine Verantwortungsübernahme

Ein funktionierendes System hätte sofort reagieren müssen mit:

„Das ist relevant. Wir klären das intern, prüfen Auswirkungen und melden uns.“

Stattdessen: Delegation an den Versicherten.
Das ist kein Qualitätsmanagement – das ist organisierte Verantwortungslosigkeit.

Die volkswirtschaftliche Dimension
Ein erheblicher Teil der Krankengeldkosten entsteht durch:

  • nicht erkannte PTED-Verläufe,
  • fehlende Konfliktbefriedung,
  • daraus folgende Chronifizierung.

Das System zahlt bundesweit Jahr für Jahr Milliarden von EUROs, ohne:

  • Ursachen zu verstehen,
  • Prävention zu betreiben,
  • Heilungspotenziale zu nutzen.

👉 Das ist keine Sparsamkeit, sondern strukturierte Geldverschwendung.

Schlussfolgerung
Ein Sozialversicherungssystem, das:

  • Millionen (bundesweit Milliarden) von EUROs für einen Krankheitskomplex ausgibt,
  • dessen Existenz seine Führung nicht kennt,
  • und keinerlei Lern- oder Korrekturmechanismus zeigt,

ist nicht reformbedürftig, sondern ein existenzielles Risiko für den Sozialstaat BRD.

Wer Krankheiten nicht kennt, kann sie nicht steuern.
Wer sie nicht steuert, verschwendet Ressourcen.
Wer das systematisch tut, verliert seine Existenzberechtigung.


BAUSTEINE (Kurz)

Fakten: Leitung Krankengeld kennt PTED nicht – trotz hoher Kostenrelevanz.
Beobachtungen: Blindsteuerung statt Prävention.
Hypothesen: Ein Großteil der Kosten ist vermeidbar.
Offenes: Wer trägt Verantwortung für diese Wissenslücke?

PS:

Die Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Dr. Irmgard Stippler, erhielt 2024 eine Grundvergütung von 240.460,32 Euro und eine erfolgsabhängige Zulage von 53.652,17 Euro. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Stephan Abele, erhielt 2024 eine Grundvergütung von 195.930 Euro und eine erfolgsabhängige Zulage von 45.553,73 Euro.

Das ist der Sozial- und Rechtsstaat BRD:

Ein Hartz-IV-Empfänger der seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, dem soll die Grundsicherung kpl. gestrichen werden.

Der Vorstand der AOK Bayern, der Millionen von wertvollen EURO´s (Beitrags- und Steuergelder der Bürger!) durch Missmanagement verschwendet > bekommt auch noch eine Prämie in Hähe von rd. 20% seines Jahresgehaltes.

Diese Feststellung kann nicht ohne Konsequenzen bleiben!

„Wer derart verantwortungslos und verschwenderisch mit dem Geld der Bürger umgeht, hat auf keinen Fall eine Prämie verdient!“

FA, 12.01.2026